Tag 143

Heute hatte ich meinen zweiten Tag in Reihenfolge. Ich habe nichts weltbewegendes gemacht. Am Vormittag habe ich mit Nora zusammen in ihrem Zimmer unten im Basement gefrühstückt und danach mit ihr zusammen etwas im Wäscheraum aufgeräumt, da es uns beide wahnsinnig macht, wie einige der Staff, die mittlerweile weg sind, einfach ihre Sachen nur so dahin geschmissen haben. Außerdem habe ich mein gut 10 kg schweres Paket auf die Reise geschickt (für läppische 65-70€ umgerechnet) und wie immer viel gestrickt. Des Weiteren habe ich wieder geputzt und hinter meinen Ex-Mitbewohnern aufgeräumt. Am Nachmittag habe ich mit Mama und Papa geskypt und abends dann endlich mal wieder mit Lena geskypt.

12.9.13 22:20, kommentieren

Tag 142

Heute war mein erster von zwei freien Tagen in Folge. Als ich aufwachte, hörte ich nur den Regen so gegen die Fenster prasseln und daher beschloss ich, erst Mal noch etwas im Bett zu bleiben. Ich habe mir also was zum Gucken angemacht und gestrickt. Ich habe insgesamt viel aufgeräumt und angefangen das Paket zu packen, das ich mit ein paar Sachen nach Deutschland schicken will. Nach dem Mittag war das Wetter immerhin etwas besser und deswegen konnte ich zu Fuß nach Hveragerði laufen. Dort bin ich erst zur Bank, da ich einen neuen Pin-Generator und neue Zugangsdaten für mein Online-Banking brauche. Clever, wie ich nun einmal bin, hab ich das alte Online-Banking Zeug mit in die Waschmaschine gepackt. :-) Auf dem Rückweg von da habe ich Wolle gekauft (Plötulopi), die ich für mein nächstes Sweater-Projekt brauchen werde. Ich habe eine Anleitung von Vicky bekommen, die ich nach diesem Sweater, den ich zur Zeit stricke, ausprobieren werde. Von dort aus bin ich zum Bonus, habe dort ein paar Besorgungen gemacht und dabei Vicky und Nico beim Einkaufen getroffen. Vicky ist heute Nacht von ihrem 10-tägigen Urlaub zu Hause in Österreich wiedergekommen. Danach bin ich noch kurz in den Handarbeitsladen. Dort kann man nämlich, nach einem Tipp von Annemiek, verhältnismäßig günstig im Vergleich zu Reykjavik, Lavastein-Schmuck kaufen. Ich habe mich mal wieder selbst beschenkt und mir Kette, Ohrringe und Armband gekauft! Am Nachmittag habe ich die Fotos, die Jenny von uns am letzten Tag der Golden gemacht hat, von der Eldhestar-Kamera auf meinen Laptop gezogen. Am Abend haben wir wenigen verbliebenen Staff, die auf Eldhestar wohnen, zusammen „Just go with it“ (dt.: „meine erfundene Frau“) unten im Basement zusammen geguckt. Dabei bin ich wieder ein ordentliches Stück beim Stricken weitergekommen. Gegen 22:00 Uhr war ich bei mir drüben im Bett und habe dort nach ca. 1 Std. das Licht ausgemacht.

12.9.13 18:07, kommentieren

Dieses Bild hat Triin gemacht, als sie mich nach Torfastadir begleitet hat, um eine Hängerladung Pferde in die verdienten Winterferien zu schicken...

11.9.13 17:11, kommentieren

11.9.13 17:09, kommentieren

Tag 141

Der heutige Tag war „etwas“ chaotisch. Nora, Kristin und Lena haben die Herde von Fossabær geholt. Ich habe gegen kurz vor sieben gefrühstückt und war um ca. 7:10 Uhr recht früh im Changing-Room. Dort ereilte mich dann ein Anruf von der Rezeption, ob ich bitte das Brot abholen könnte. Soweit alles gut, ich hatte ja genug Zeit. Als ich vom Bäcker wiederkam, sah ich schon viele Pferde, über den Ovaltrack verstreut, gemütlich grasen. Ich habe nur schnell das Brot reingebracht und habe daraufhin versucht, die Pferde wieder auf den Hof zu treiben. Ein paar waren so stur, die mussten wir erst Mal stehen lassen. Bei dem schönen Gras wären die sowieso nicht weiter weg gelaufen. Ich habe für Carro ihre Pferde in den Trailer verladen, da sie und Ronja mit ihrer 3-Tages-Tour starten mussten. Sie hat für mich in der Zeit Trensen auf als die Pferde im Paddock gemacht, die wir heute gebraucht haben. Als die Trailer den Hof verließen, war ich komplett alleine auf dem Hof, da die anderen drei immer noch nicht vom Herde holen wieder da waren. Es stellte sich heraus, dass sie buchstäblich im Matsch feststeckten und versucht haben ein paar übrig gebliebene Pferde zu überreden, doch da durch zu waten. Ich habe also alleine angefangen alle Pferde rauszuholen und fertig zu machen. Die Zeit wurde aber etwas eng und Marianne war so lieb und kam aus dem Office raus und hat mir geholfen. Die anderen kamen gegen 8:30 Uhr endlich wieder und haben noch die übrig gebliebenen Pferde vom Ovaltrack getrieben. Am Vormittag habe ich eine Nidri mit 6 Personen geguidet. Am ersten Gate fiel mir auf, dass einem Pferd ein Hufeisen fehlte. Also habe ich Geert angerufen und er brachte mir ein neues Pferd zu Fuß. Zum Glück waren wir grade noch hinterm Hotel. Ich bin Valberg geritten und als wir das Pferd getauscht hatten, konnten wir endlich tölten. Das eine Pferd (welches ausgetauscht worden war und sich später als Nattfari herausstellte) war etwas zu fix für die Reiterin und ging etwas mit ihr durch. Am nächsten Gate hat er gestoppt und hat sie dabei verloren. Es ist nichts weiter passiert, ist aber trotzdem doof. Das Mädel ist statt dessen auf Valberg weiter geritten und ich habe Nattfari genommen, der zwar sehr angespannt war, aber sonst ein tolles Pferd ist. Die Tour war ansonsten ok, aber das Wetter war nicht so toll und wir waren nicht ganz in der Zeit. Wir waren gegen 12:10 Uhr am Stall, aber mit Bezahlung und Unfallbericht usw. musste der Bus doch auf meine Personen waren. Der Pferdetausch am Morgen war irgendwie blöd gelaufen und wir haben mit Hrodmar noch drüber geredet, wie wir so was vermeiden können. Ich hätte vielleicht deutlicher sagen müssen, für wen das Pferd ist und Geert hätte nachfragen sollen. Im Endeffekt ist ja alles gut gegangen. Nach dem Mittag habe ich wieder fünf Pferde nach Torfastaðir gefahren. Und wieder hat es mir Spass gemacht, die Pferde auf dieses große Feld zu entlassen. Danach kam Hrodmar zu mir und bat mich zu 17:00 Uhr in Reykjavik zu sein, um zwei Gäste abzuholen. Da ich den Weg nicht kannte, war Toni so nett und hat mich (an ihrem freien Tag) begleitet. Das hat alles ganz gut funktioniert, auch wenn oben auf dem Berg super schlechte Sicht war, da alles voller Wolken hing. Wieder zuhause habe ich mit den anderen zusammen gegessen, war dann noch kurz im Internet und habe mich dann in mein Bett verabschiedet – natürlich wie immer im Moment mit meinen Stricksachen. :-)

10.9.13 21:44, kommentieren

Tag 140

Heute Morgen habe ich mit Toni die Herde von downdown geholt. Soweit der Plan. Als wir dort ankamen, wunderte ich mich schon, wo all unsere Pferde sind. Wir stellten dann fest, dass der Zaun am Ende des Feldes kaputt war, die ganze Herde war also dahinter auf einem größeren Feld zerstreut. Alles war ziemlich matschig und hat sehr lange gedauert. Ich war froh, als wir endlich zuhause waren. Ich habe am Vormittag eine Üppi mit vier Kanadiern und zwei Deutschen geguidet. Ich durfte Kedron reiten, ein unheimlich tollen und super sensiblen Tölter. Die Tour war einfach nur gut und lustig und im Endeffekt habe ich auch 20 englische Pfund als Trinkgeld bekommen. Wo die Kanadier das herhatten, weiß ich nicht. Ich habe mich aber mega darüber gefreut. :-) Am Nachmittag hatten wir keine Tour. Insgesamt konnte man heute merken, dass die Saison dem Ende zugeht. Wir hatten keine Tagestour und alle Guides (5) waren am Nachmittag im Stall. Ich habe am Nachmittag etwas geputzt und durfte dann zwei Fuhren Pferde nach Torfastaðir auf das Winterfeld fahren. Es war wunderschön einige unserer Pferde, die den ganzen Sommer hart für uns gearbeitet haben, in die verdiente Winterpause zu schicken. Zuhause wurden ihnen noch die Eisen abgenommen und dann habe ich Pegasus, Laukur & co auf das riesige Feld entlassen. Ein wirklich schöner Moment. Ich habe von dem gleichen Feld im Frühjahr die Pferde abgeholt und sie hier dann auch wieder hingebracht. So schließt sich der Kreis. Am Abend hatten wir noch ein paar Kinder samt ihrer Reitlehrerin aus Hveragerði in der Reithalle. Ich war dran hinter denen abzuschließen und das Feld hinter den Pferden zu zumachen. Danach habe ich dann mit den Anderen Abendbrot gegessen (was es mittlerweile wieder im Restaurant gibt, da wir so wenig sind) und noch kurz im Internet gewuselt. Und ansonsten werde ich heute, wie die letzten Tage auch, früh mit meinem Strickzeug ins Bett gehen.

9.9.13 21:23, kommentieren

Tag 139

Da Lina nach einem Reitunfall seit gestern im Krankenhaus ist, hatten wir heute Morgen keine „horse-responsible“-Person. Toni und Anna haben sich diesen Job geteilt, der beinhaltet, alle Pferde für die Touren auszuwählen. Klingt banal, ist aber eigentlich der wichtigste und schwierigste Job hier und man trägt eine Menge Verantwortung. Die beiden kennen die Pferde am besten, von denen die noch übrig sind. Ich hatte eine Tagestour (5B) mit 5 Personen. Bis auf hin und wieder Regen ist alles gut gegangen und ich denke, alle waren zufrieden. Wir waren um kurz vor fünf mit der Arbeit im Stall fertig, was schneller ging als erwartet. Heute Abend kam dann auch noch (endlich) ein neues Staff-Mitglied an. Lena aus Deutschland will bis nächstes Jahr im Juli bleiben und wir freuen uns, dass wir Unterstützung bekommen, da Anna Morgen für knapp 2 Wochen in der Urlaub fährt. Die nächste Woche wir interessant, da wir noch eine 3-Tagestour, eine Best-of-Tour und den Sheep-Round-up haben und kaum noch Leute für den Stall übrig sind. Trotz alledem haben wir unsere freien Tage bekommen, mal sehen wie „schlimm“ es im Stall wird. Man kann schon sagen, dass wir momentan mehr Stress haben, als im Hochsommer, einfach, weil wir morgens so wenig Leute im Stall zur Vorbereitung sind. Auf der anderen Seite fühlt jeder sich mehr verantwortlich für alles, da man nicht mehr so in der Menge untergeht. Wir arbeiten schon recht gut zusammen. Lina wird wohl noch ein paar Tage im Krankenhaus bleiben. Es ist nichts Ernstes, allerdings wird sie für ca. 6 Wochen nicht reiten können. Wenn sie sich besser fühlt, kann sie aber trotzdem arbeiten, solange sie nicht guidet. Ich hoffe es geht ihr bald wieder besser.

8.9.13 21:17, kommentieren

Tag 138

Die Nacht im Hostel war eher unruhig und kurz. Die Menschen, mit denen ich in einem Zimmer war, hielten nicht so viel von möglichst leise sein, als sie nachts ins Zimmer kamen. Ich bin also relativ erschlagen um 7:00 Uhr aufgestanden und bin spazieren gegangen. Die Isländer haben scheinbar einen anderen Rhythmus als wir. Vor 9/10:00 Uhr hat hier nichts geöffnet. Ich habe also erkundet, wo der nächste Kronan für meinen Woll-Einkauf ist und bin dann zu 9:00 Uhr ins Café Paris gegangen. Dort gab es eine Menge Kaffee und Skyr mit Müsli zum Frühstück. Ich habe auch endlich einige Postkarten geschrieben. Von dort aus bin ich wieder zu Kronan gegangen, der mittlerweile geöffnet hatte. Dummerweise gab es dort keine Wolle, aber in einem Netto nebenan bin ich fündig geworden. Vor dort aus bin ich abermals quer durch die Stadt marschiert. Ich konnte ein paar Mitbringsel/ Geschenke kaufen und bin letzten Endes im Kaffi Loki an der Halgrimskirche gelandet. Dort gab es dann ein zweites Pancake-Skyr Frühstück. Ich habe es mir einfach gut gehen lassen und das neue Strickprojekt „Pferde-Sweater“ gestartet. In dem Hotel neben Kaffi Loki wurde ich um 13:00 Uhr von Hrodmar eingesammelt. Zurück auf Eldhestar habe ich Mittag gegessen und bin danach mit Stricksachen in mein Bett verschwunden. Ansonsten werde ich mit Sicherheit früh ins Bett gehen. Die letzten Wochen stecken mir in den Knochen und ich bin etwas übermüdet. Aber den gestrigen Abend einfach mal draußen zu sein und was anderes zu tun hat meinem Kopf sehr gut getan! :-)

7.9.13 18:44, kommentieren

Tag 137

Eigentlich hatte ich heute den Inni-Dienst. Aber meistens kommt es anders und dann auch noch anders als man denkt. :-) Ich war grade mit dem Frühstück fertig und wollte Brot holen fahren, als ich Ronja traf, die nach Kai suchte. Die beiden sollten zusammen die Herde holen, aber Kai kam irgendwie nicht. Also habe ich mich bereit erklärt mit ihr zu reiten. Während ich mich umgezogen habe, hat Ronja schnell Nora gefragt, ob sie das Brot holen könnte. Zum Glück war das kein Problem. Wir haben also die Herde von downdown getrieben. Am Vormittag habe ich eine Siggi geguidet, da im Moment auch die Inni-Person helfen muss, wir sind halt nur noch so wenig. Nach dem Mittagessen habe ich etwas in der Küche und im Restaurant geholfen. Über Mittag war heute Jenny da, da Nico frei hatte. Am Abend bin ich mit dem Bus um 18:10 Uhr in Hveragerði nach Reykjavik gefahren. Dort habe ich erst Mal im Hostel eingecheckt und mich noch etwas entspannt. Danach bin ich noch etwas spazieren gewesen und habe Kaffee getrunken in einem Café über einem Buchladen. Zu 21:15 Uhr bin ich zum Dillon gelaufen, der Whiskey-Bar in der wir letztens schon waren. Dort habe ich dann Arne und seinen Kumpel Patti getroffen. Mehr oder minder über unsere Mütter wurde ja eingestielt, dass wir uns hier treffen. Wir haben festgestellt, dass es gut 9 Jahre her ist, dass wir uns das letzte Mal getroffen haben. Es war ein netter, gesprächiger und runder Abend und je nachdem wie mein Dienstplan ist und was die Pläne der Jungs sagen, treffen wir uns vielleicht nochmal. Wir haben nicht so ewig lange gemacht, da die beiden Morgen früh raus müssen. Ich bin also ins Hostel gegangen und war recht schnell eingeschlafen. Das Hostel ist echt ganz nett und ich bin froh, dass wir als Eldhestar-Mitarbeiter umsonst dort übernachten dürfen.

7.9.13 18:29, kommentieren

Tag 136

Ich musste heute arbeiten, da ich mir Samstag frei gewünscht habe. Ich habe mit Kristin morgens die Herde vom Feld getrieben, da diese aber auf „Nr. 2“ stand, mussten wir kaum früher anfangen, da es das nächstgelegenste und am einfachsten abzureitende Feld ist. Ich habe am Vormittag mit Ronja zusammen eine Siggi geguidet und habe nach dem Mittag zusammen mit Hrodmar eine Stute und ihr Fohlen nach Torfastaðir gefahren. Von dort aus haben wir auch 6 Pferde wieder mitgenommen. Ansonsten war der Tag ruhig, aber wir sind auch kaum noch Guides im Stall, so dass wir über wenig Gäste manchmal fast schon froh sind.

5.9.13 23:26, kommentieren

Tag 135

Den letzten Tag der Golden haben wir mit Handpferden und ohne Anna bestritten. Ich bin Flugar zu Beginn geritten und hatte Daniel und Ingimar als Handpferde. Da Daniel aber so nervig war, habe ich ihn beim nächsten Stopp nach außen ans Handpferd geschnallt, da er als erstes Handpferd immer vor mein Reitpferd gelaufen ist. Als nächstes hatte ich Hljomur und Alfamey als Handpferde und die beiden haben sich vorbildlich benommen. Wir haben im Schatten von Hengill zweimal die Nr. 1 überquert. Später durfte ich Bruno reiten und hatte erst Isabella und Vördur als Handpferde und danach Einhyrningur und Ottar. Gegen Ende sind wir durch den Wald von Hveragerdi geritten und sind auf diesem Wege wieder auf der Farm gelandet. Normalerweise ist für den letzten Tag Reykjadalur vorgesehen, aber wegen zu matschigem Untergrunds reiten wir da seit ein paar Wochen nicht mehr. Also war unsere Tour heute eine Alternativroute. Wir haben noch ein, zwei Runden alle im Ovaltrack gedreht und Jenny hat Fotos von uns gemacht. Wir haben nach dem Reiten noch Kaffee zusammen getrunken und es gab auch ganz gutes Trinkgeld. Abends sind wir alle zusammen nach Hofland Pizza essen gefahren, da Fló heute ihren letzten Arbeitstag hatte.

5.9.13 23:23, kommentieren

Bruno und ich!

5.9.13 23:16, kommentieren

Tag 134

Tag 6 war wieder relativ sonnig. Wir sind aus þingvellir rausgeritten und durch das Tal Maradalur in Richtung Hengill geritten. Ich hatte þuruskjoni, Gálsi, Eldur und Bruno. Irgendwie mag niemand Bruno, da es sehr anstrengend ist ihn zu reiten, aber ich hab ihn lieb gewonnen. Sobald er töltet, töltet er wenigstens auf jeglichem Untergrund. Von unserem Endplatz wurden gleich auch ein paar Pferde mit zur Farm genommen, da wir Morgen nur mit Handpferden reiten.

5.9.13 23:13, kommentieren

Tag 133

Am 5. Tag haben wir die Herde morgens nochmal ca. 20 km ohne die Gäste getrieben. Das verlief aber problemlos. Ich bin Tinni, þuruskjoni und Bruno geritten. Nach dem wir die Reiter später getroffen haben, durfte ich wieder Sæbrá reiten. Sie lässt sich zwar fast nicht einfangen, ist aber eine klasse Stute (sog. first-class Stute mit sehr guten Bewertungen) und hat traumhafte Gänge. Später bin ich noch Eldur und Moskjoni geritten. Mit letzterem konnte ich so gar nichts anfangen, aber man kann ja nicht jedes Pferd mögen. Unterwegs haben wir den Eldhestar-Trailer getroffen und 8 neue Pferde bekommen und drei Pferde nach Hause geschickt. Wir hatten relativ viel Regen auf unserem Weg nach und durch þingvellir National Park und wir waren alle froh, als wir endlich in Skógarhólar ankamen. Das Essen hat sich leider mega doll bis 22:00 Uhr verspätet, aber die meisten Gäste haben es mit Humor genommen. Irgendwie hatte David sich mit dem Grill total verkalkuliert.

5.9.13 23:01, kommentieren

Tag 132

Tag 4 war lang und anstrengend. Immerhin hat das Wetter halbwegs mitgespielt. Wir sind von den Bergen herunter geritten und endeten nahe Geysir in Myrkholt. Erst bin ich Fjalar vor der Herde geritten. Später, nach einem kurzen Stopp, dann Dagfarri vor der Herde. Er ist eins von Hlödvers jungen Pferden und eigentlich auch ganz süß, allerdings für mich vor der Herde eher unbrauchbar. Er hat mehrmals versucht mir unter dem Hintern wegzurennen und das Ganze war eher ein Kampf. Ich muss zugeben, dass er einen schönen Tölt hat, aber genießen konnte ich das Ganze nicht. Am Lunch-Stopp angekommen brauchte ich erst Mal ein paar Minuten, um mich wieder zu sammeln, da die ganze Nummer doch sehr anstrengend war. Für den Rest der Tour habe ich Bruno bekommen, der zwar auch recht schwer in der Hand liegt, den ich aber trotz allem sehr gerne mochte. In Myrkholt haben wir uns mit Waffeln gestärkt und mussten dann aber noch weiter. Wir haben die Herde, ohne die Reiter, noch 15 km weiter zu einem Feld getrieben, auf der sie die Nacht verbringen sollte. Anna war vor der Herde und Kristin und ich jeweils mit Handpferden dahinter. Geert ist mit dem Auto neben uns hergefahren (und wie sich später herausstellte, war das auch gut so!). Ich bin Smáris Stute Sæbrá geritten und hatte Bruno als Handpferd. Die Handpferde hatten wir dabei, damit wir unterwegs schnell auf „frische“ Pferde wechseln konnten. Das Herde treiben ist meistens doch recht zügig und natürlich ab einem gewissen Tempo auch anstrengender für die Pferde, die wir reiten. Spannend war es, als wir unsere Herde von knapp über 50 Pferden mitten über die Straße bei Geysir getrieben haben. Ich will gar nicht wissen auf wie vielen Fotos von Touristen wir jetzt verewigt sind. Es ist schon lustig, wie die Leute immer fast förmlich ausrasten, wenn sie eine freilaufende Herde sehen :-) Unterwegs habe ich auf Bruno gewechselt und Sæbrá in die Herde laufen lassen. Es ging alles grade ganz fix und wir waren in schönem Fullspeed-Tölt hinter der Herde , als plötzlich alles recht schnell ging. Ich sah noch ein Loch vor mir und Bruno im Gras auftauchen, er sah es auch und bremste dummerweise schneller als ich gekonnt hätte. Ich habe also den Fullspeed-Tölt alleine in der Luft fortgesetzt und bin mit Bruno zusammen im Gras gelandet. Er ist dann munter in die Herde gerannt und ich stand natürlich dumm da. Nachdem Kristin sich vergewissert hatte, dass alles ok ist, ist sie weiter hinter der Herde hergeritten und ich habe eine kleine Jogging-Einheit eingelegt. Irgendwann hat Geert das Ganze dann mitbekommen, er war während meines Stunts zu weit vorne und hat es nicht bemerkt, und hat mich dann – lachend – mit dem Auto eingesammelt. Wir haben zusammen die Herde überholt und ich musste am nächsten Gate den Berg hochhechten, um dort die Herde abzufangen und Bruno da rauszufischen. Nach diesem zweiten Mal rennen war ich echt fertig. Anna kam mit der Herde und hat Bruno erwischt und somit konnte ich die Tour auf ihm beenden. Ich mag ich trotzdem, es war ja nicht seine Schuld.

5.9.13 22:54, kommentieren

Tag 131

Das große Unwetter und der Monster-Sturm blieben uns durch ein Wunder erspart und wir konnten am Tag 3 der Golden alles planmäßig fortsetzen und in Richtung Helaskáli in die Berge hochreiten. Erst bin ich Nattfari allein vor der Herde geritten, später dann Leo, den ich ganz besonders lieb gewonnen habe, da er einfach tolle Gänge hat. Wir hatten kaum Regen und im Endeffekt sogar zu viele Klamotten an (und das will in den Bergen von Island schon was heißen!). Ich hatte netterweise von Vicky ihren Island-Sweater ausgeliehen bekommen und der hat mich, in Kombination mit meinen anderen Klamotten, mehr als warm gehalten. In Helgaskáli haben wir schnell vor dem Essen die Pferdeliste für den nächsten Tag gemacht und nach dem Essen hat Geert uns alle mit diversen Geschichten von Eldhestar unterhalten. Mit den Jahren erlebt man offensichtlich wirklich Einiges und die Geschichten, in denen irgendwas schief läuft, oder Touristen komischen Sachen machen, sind natürlich die Besten.

5.9.13 22:30, kommentieren

Tag 130

Am zweiten Tag der Tour kamen morgens Anna und Hrodmar, um uns beim Herde treiben zu unterstützen. Anna sollte den Rest der Tour auch bei uns bleiben, da sie die Golden schon mehrmals geritten ist und den Weg an den Stellen kennt, wo wir separat mit der Herde reiten. Geert und Kristin sind morgens also mit den Leuten vorgeritten und Hrodmar, Anna und Thomas, einer unserer Gäste, der seit 10 Jahren Touren mit Eldhestar reitet, sind mit mir und der Herde etwas später gefolgt. Ich durfte Djákni vor der Herde reiten. Nennen wir ihn an dieser Stelle einfach mal sehr lebendig mit viel Vorwärtsdrang ;-) Ich hatte aber trotzdem Spass. Nachdem wir die anderen quasi eingeholt hatten, bin ich Bjarmi geritten. Er ist eins von Mariannes Pferden. Super süßes Tier mit netten Gängen, aber wie sich herausstellte als Herdenpferd völlig unbrauchbar. Er ist gestiegen, sobald er ruhig stehen sollte oder wenn ich ihn in einer Richtung lenken wollte, in die er grad nicht wollte. Aber ich bin drauf geblieben. Vor der Herde ging es etwas besser, also bin ich mit ihm dann da geblieben. In Tröllkonuhlaup war dann Schluss mit Reiten. Geert hat alleine mit Anna die Herde nach Hause geritten und Kristin, Hrodmar und ich sind mit den Reitern nach Hólarskogúr gefahren. Wir erwarteten für diese Nacht einen heftigen Sturm, der inzwischen schon Reykjavik erreicht hatte. Man konnte auch sehen, dass in den umliegenden Bergen Schnee gefallen war. Es bestand die Möglichkeit, dass wir am nächsten Tag nicht hätten in die Berge reiten können, da es dort einen recht großen Fluss zu überqueren galt, der bei zu viel Regen natürlich anschwillt. Um auf Nummer sicher zu gehen, haben Geert, Anna und ich abends einen kleinen Roadtrip von 2,5 Stunden unternommen, um alternative Wege und Routen ausfindig zu machen. Wir haben definitiv interessante und wunderschöne neue Wege in der Umgebung entdeckt.

5.9.13 22:22, kommentieren

Tag 129

Tag 1 der Golden war etwas regnerisch, aber ok. Wir haben einen ca. 3-stündigen Ritt um Nonnis Farm herum gemacht. Ich bin den großen Pinto þuruskjoni geritten. Wir hatten Handpferde dabei. Unterwegs auf einem Feld ist mir dummerweise auf einer Seite der Zügel abgegangen. Bei dem ganzen Manöver habe ich dann meine Handpferde verloren, da ich so lange Kringel geritten bin, bis er endlich angehalten hat. War aber nicht so schlimm. Ich habe alles wieder eingesammelt, mich und die Pferde sortiert und bin weitergeritten. Als wir ein Gate geöffnet haben, hat þuruskjoni etwas gebockt, warum auch immer. Auf jeden Fall habe ich dann nochmals die Handpferde verloren, aber diese waren zum Glück so brav, dass sie einfach stehen geblieben sind. Der Rest der Tour verlief aber problemlos und wir waren am Abend in Brúalundur, dem Platz, an dem die letzte Golden geendet ist.

5.9.13 22:12, kommentieren

Tag 128

Der heutige Morgen fing damit an, dass ich seit ewigen Zeiten mal wieder Brot geholt habe. Gefrühstückt habe ich davor in aller Ruhe. Im Stall tat sich dann erst Mal nicht so viel. Nachdem so langsam alle eingetrudelt waren kam ein Anruf, dass Carro nicht kommen würde, da ihr Sohn André krank ist und Vicky war auch krank. Hrodmar hat in Reykjavik Gäste abgeholt glaub ich, also haben Corinna und Flo nach bestem Wissen und Gewissen Pferde für alle Touren ausgewählt und wir haben sie schnell fertig gemacht. Wir waren aber in der Zeit und haben alles geschafft. Auch die ausgewählten Pferde waren wohl fast alle die Passenden. Nach dem ganzen Touren-Trubel bin ich mit Geert und 8 Pferden nach Felsmúli gefahren, das ist Nonnis Farm, auf der wir Morgen starten. Wir haben dort die Herde der letzten Golden von einem riesigen fetten Gras-Feld getrieben und die Pferde aussortiert, die neue Hufeisen brauchten oder nach Hause sollten. Während Geert die Pferde beschlagen hat, habe ich die ersten 8 Pferde zum Paddock gebracht, von dem wir sie nachher aus verladen haben. Nebenbei, sowie auch schon theoretisch auf der Hinfahrt, habe ich versucht so viele Pferde wie möglich zu lernen. Natürlich all das mit Geerts Hilfe, Hinweisen und Angaben. Nach getaner Arbeit haben wir netterweise bei Nonnis Frau zu Mittag gegessen und Kaffee getrunken. Wir hatten das Essen zu Hause natürlich verpasst und nicht mitgenommen. Als wir mit den 8 Pferden wieder zu Hause waren, habe ich mit Hilfe der anderen (wenigen) Guides, alles Equipment für die Golden vorbereitet. Abends haben wir mit unseren, vielen deutschen, Gästen gegessen und die Befragung über die Erfahrung durchgeführt. Der Rest der Einführung über die Tour findet Morgen statt, da der Laptop mit der Präsentation dummerweise im Büro eingeschlossen war. Nach dem ganzen Trubel habe ich mit Corinna zusammen noch eine Flasche Weißwein geköpft, die sie heute nach einer gelungenen Beach-Tour von zwei Gästen geschenkt bekommen hatte. Währenddessen habe ich gepackt und wir haben gequatscht.

5.9.13 21:48, kommentieren

Tag 127

Heute hatte ich zum Glück nochmal frei. Der Tag bestand aus viel schlafen, chillen und stricken. Tildas Sweater habe ich fertig gestellt. Abends sind wir fast alle zusammen nach Reykjavik gefahren, haben Laser Tag gespielt und gegessen. Es war auch leider Willemijns letzter Abend, um kurz nach Mitternacht ging ihr Flug nach Hause. Sie werde ich richtig vermissen. Trotz alledem war es ein lustiger und unterhaltsamer Abend. Ich bin nach wie vor etwas verschnupft und hoffe, dass es bald besser wird.

5.9.13 21:47, kommentieren