Tag 150 - Jökulsárlón

Der Ausflug heute war richtig toll, auch wenn das Wetter sehr schlecht war. Toni und ich wurden am Kreisverkehr in Hveragerði von dem aus Reykjavik kommenden Bus eingesammelt. Die Fahrt an der Südküste entlang war recht langwierig, v.a. da wir eigentlich alles kannten (Skógafoss, Seljalandsfoss, Vik…). Aber auf einer so langen Fahrt muss natürlich viel angehalten werden und für alle, die das noch nicht kennen, war es ein gut gefüllter Tag. Ich habe insgesamt fast einen ganzen Ärmel von meinem Pulli gestrickt und zwischendurch immer wieder kleine Nickerchen gemacht. Ich hatte ja schließlich frei. Gegen halb drei waren wir endlich an der Gletscherlagune. WOW! Von ihr fürht der kürzeste Gletscherfluss Islands in den Nordatlantik (vielleicht 200 Meter oder so). Unmengen von großen und kleinen Eisbergen schwimmen darin herum und treiben irgendwann ins Meer. Robben konnte man auch ein paar sehen, es war wunderschön. In zwei Fuhren haben wir mit Auto-Booten (mit Rädern fuhr man bis zum Wasser, von da aus war es dann ein Boot) eine ca. 40 minütige Fahrt über die Lagune unternommen. Ich habe einfach noch nie in meinem Leben so etwas gesehen. Eine nette Aktion war, als unsere Guidin von einem Kollegen aus dem Schlauchboot einen Eisbrocken des Gletschers bekam und daran alles Mögliche erklärte. Am Ende hat sie ein paar kleine Stücke davon abgeschlagen und jeder durfte etwas 1000 Jahre alte Geschichte von Island probieren. Das Gletschereis schmilzt seit ca. 80 Jahren auf Grund der globalen Erwärmung, aber ins Besondere auch wegen des einströmenden Salzwassers (ca. 40% der Lagune sind Salzwasser). Davor reichte der Gletscher fast bis zum Meer, heute ist er 7 km entfernt. Auch wurden hier wohl schon diverse Filme gedreht, von irgendeinem Bollywood Film mal abgesehen, an dem eins unserer Pferde mitwirken durfte, dürften wohl James Bond – Die another day oder Badman begins, die Bekannteren sein. Für den James Bond Film wurde wohl der Zufluss aus dem Meer gestoppt und innerhalb von 1 Tag sank das noch vorhandene Salz auf den Boden und die ganze Lagune fror ganz schnell so dick zu, dass alle Autos mit Equipment usw. darüber fahren konnten. Das ganze Theater dauerte aber wohl nur zwei Wochen. Auf dem Rückweg haben wir u.a. am Skaftafell National Park angehalten. Dieser gehört zum Vatnajökull, dem größten Gletscher Europas, der allein schon größer als Dänemark ist. Das war auch für mich neu und wir konnten uns in einer kurzen Pause im Informationszentrum gut beschäftigen. Im Endeffekt wurden Toni und ich gegen ca. 22:00 Uhr bei Eldhestar an der Straße rausgeschmissen. Ein toller, interessanter und langer Tag liegt hinter uns, der uns unheimlich viel Spass gemacht hat und auch noch umsonst war. :-)

20.9.13 09:51

Letzte Einträge: Nachtrag Tag 159, Tag 160, Tag 161 - Good bye iceland!

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